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Impfung und Prostitution gehen Hand in Hand

20 Minutes, 12. August 2021

Nach der Impfung scheinen die Kunden eher geneigt zu sein, in die Massagesalons zurückzukehren, auch wenn das Niveau vor der Pandemie noch nicht wieder erreicht ist.

 

Erlaubt die Impfung eine Wiederaufnahme der Prostitutionstätigkeit? Im Massagesalon Centre Relax in Bulle, der sich rühmt, der grösste im Kanton Freiburg zu sein, ist seit der Wiedereröffnung der Prostitutionsstätten im Dezember 2020 im Kanton Freiburg nach der Schliessung im November in der Tat ein Rückgang der Kundschaft zu beobachten: Da der körperliche Verkehr unvermeidlich ist, vermeiden die Kunden einfach das Risiko. Doch seit Mai ist die Aktivität wieder gestiegen, was auf die Impfung zurückzuführen ist. In diesem Massagesalon müssen die Sexarbeiterinnen nicht geimpft werden. Keines der sieben Mädchen, die dort arbeiten, ist geimpft", erklärt Loïc Dix, der Leiter. Das schließt Gesundheitskontrollen nicht aus: Die Begleitpersonen werden regelmäßig getestet und die Räume werden nach jedem Kunden desinfiziert und gelüftet. "Niemand hat jemals angerufen, um zu erfahren, ob die Mädchen geimpft sind. Andererseits würde ich sagen, dass 30 % der Kunden nach den sanitären Maßnahmen fragen", erklärt der Manager.

 

Nicht genug Rückblick

 

Für den Geschäftsführer von Venusia, dem größten Massagesalon in Genf, ist es noch zu früh, um zu sagen, dass die Impfung Wirkung gezeigt hat. Seit der unbefristeten Wiedereröffnung der Prostitutionsstätten im Kanton ist ein Rückgang der Frequentierung um rund 20% im Vergleich zu 2019, also vor der Pandemie, zu beobachten. Vom 21. Januar, dem Datum der Wiedereröffnung, bis zum 1. März 2021 wurde ein Rückgang der Besucherzahlen um 70 % verzeichnet, aber die Öffnungszeiten wurden dann stark reduziert - von 9 bis 19 Uhr. Der Verein Fleur de Pavé, der sich für Sexarbeiterinnen im Kanton Waadt einsetzt, ist der Meinung, dass die Ampeln in einigen Lausanner Massagesalons zwar auf Grün stehen, dass aber der Aufschwung noch nicht da ist, zumindest nicht in dem Ausmass wie vor der Pandemie. Die Impfung wird jedoch allmählich als Instrument zur Auswahl der Kunden eingesetzt. BemyGirl, ein Genfer Start-up-Unternehmen, das unabhängige Escorts von Genf bis Zürich listet, hat ein "Covid-Zertifikat"-Logo hinzugefügt, das Sexarbeiterinnen kennzeichnet, die geimpft sind. Diese Erwähnung ist ein beruhigendes Argument, bestätigt die Pressemitteilung der Plattform. Seit der Einführung des Impfstoffs ist die Zahl der Anfragen von Laien, die ein unabhängiges Escort-Geschäft aufbauen wollen, um mehr als 40 % gestiegen. Auch die Zahl der Besucher der Website hat sich um mehr als 25 % erhöht, seit sich die Menschen impfen lassen können. Im Juni 2021 verzeichnete Google Analytics sogar einen Besucherrekord: an einem Tag wurden 9000 Besucher gezählt.


Perrine Millet

 

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